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2011Das war mein 2011
Weihnachten ist vorbei und es ist Zeit, mein erstes komplettes “Blogjahr” Revue passieren zu lassen. Es ist eine ganze Menge passiert, ich habe, was die Fotografie betrifft, viele neue Dinge ausprobiert und dadurch richtig viel gelernt. Durch das Internet konnte ich viele interessante und ebenso fotobegeisterte Leute kennenlernen, die ich sonst wohl nie getroffen hätte. Doch nun der Reihe nach:
Januar
Gleich zu Beginn des Jahres hatte ich mein erstes “Shooting” – ich habe meine Frau Eva in verschiedenen Posen geknipst und die Bilder danach zum ersten Mal mit Lightroom bearbeitet. Mit den Ergebnissen war ich sehr zufrieden, seither konnte ich mich was die Nachbearbeitung betrifft, ziemlich weiterentwickeln und habe Lightroom als unverzichtbares Werkzeug schätzen gelernt.
Über einen Arbeitskollegen kam ich auf den Fotocontest – 12 fotoverrückte Leute, alle 2 Monate 2 Themen zu denen je 2 Fotos zu machen sind. Erweiterte meinen fotografischen Horizont sehr, denn es war das erste Mal, dass ich aufgrund einer konkreten Aufgabenstellung, zu Beginn war das “Schönheit im Verfall” bzw. “Digitale Crossentwicklung” als technisches Thema, fotografieren “musste”.
Nach einer Zeit der Ideenlosigkeit suchte ich nach einer Art Projekt, das ich umsetzen könnte – so entstand diese kleine Serie, die die Müllkübel Innsbrucks in den Mittelpunkt stellt. Nicht gerade alltäglich, aber dadurch packte mich die Fotolust wieder:

Februar
Mit dem Kauf eines Tamron 10-24 taten sich mir neue Möglichkeiten auf – es erweiterte mein Suppenhuhn nach unten hin und ich war nach den ersten Testfotos sehr begeistert von dem Glas.
Kurze Zeit später wagte ich mich erstmals an die Landschaftsfotografie – ich schnappte mir mein neues Ultraweitwinkel mitsamt Stativ und wanderte einige Stunden rund um den Fernsteinsee, um die Schönheit dieser Gegend auf den Sensor zu bannen.
PS.: Mit diesem Foto gewann ich im Sommer bei einem Gewinnspiel der Getränkefirma “SilberQuelle” dank Platz 7 90 Liter Mineralwasser und 3 silberne “Wiener Philharmoniker” abgestaubt

März
Auch im März gab es für mich eine fotografische Premiere: Ich fotografierte mein erstes Konzert – die Combo “BubbleBeatz” aus der Schweiz war zu Gast in Tarrenz. Mit meinem kleinen “Nifty Fifty” kam ich mir zwar neben Kalibern wie dem 70-200/2.8 etwas blöd vor, dennoch schaffte ich es mit einem der Bilder auf die Titelseite des Bezirksblatt Imst.
Motiviert von den in meinen Augen recht guten Bildern ging es zwei Wochen später mit einem kleinen Konzert der Arzler Band “The Slimlegs” weiter… und es ist ein unglaublich tolles Gefühl, von eigentlich fremden Leuten für die eigenen Bilder gelobt zu werden und sie dann als deren Profilbilder auf Facebook zu sehen
Ende des Monats stand dann wieder ein kleines Portraitshooting an – ich traf mich mit meiner Schwester, um ein paar schöne Bilder von ihr zu machen.

Außerdem meldete ich mich bei Twitter und 500px an.
April
Der April war fotografisch gesehen eher mager – anfang des Monats dokumentierte ich den Empfang der Alpinsportler Benni Raich, Marlies Schield und Mario Stecher in Arzl, Ende des Monats war ich am Mieminger Plateau unterwegs… am nächsten Tag flogen wir nach Barcelona

Mai
Es war ein fantastischer Urlaub in Barcelona und Lissabon – zwei wunderschöne Städte, die zudem noch äußerst fotogen sind. Dazu gehört natürlich ein passender Reisebericht (Teil 1 | Teil 2). Mit der Auswahl und Bearbeitung sowie dem Zusammenstellen eines Fotobuchs war ich relativ lange beschäftigt, außerdem hatte ich danach nicht mehr wirklich Lust zu fotografieren, sodass abgesehen von dieser Reise im Mai fotografisch gesehen nicht viel los war.

Juni
Im Juni ging es dann wieder heiß her und ich beschritt völlig neue Wege: Seit Monaten hegte ich den Wunsch, analog zu fotografien – jetzt war es endlich soweit und ich holte mir eine Canon AE-1 P mitsamt einem schönen 50/1.8 und einem Itorex 2-fach-Konverter! Das ganze Set war (und ist) in einem richtig guten Zustand… also habe ich schnell ein paar billige Farbfilme gekauft und in Innsbruck meine ersten analogen Fotos geschossen! Es ist ein völlig anderes Gefühl und eine willkommene Entschleunigung im Vergleich zum “Klick-Klick-Klick” in der Digitalfotografie
Natürlich kehrte ich deswegen der DSLR nicht den Rücken und fotografierte mal wieder meine Frau Eva – diesesmal inmitten einer blühenden Wiese, was für meine Pollenallergie und das Weiß meines T-Shirts nicht gerade von Vorteil war… aber was tut man nicht alles für schöne Fotos.

Juli
Das Wetter in den Monaten 6 und 7 dieses Jahres war herrlich, sodass wir die Wochenenden für einige kleine Wanderungen nutzten – ansonsten passierte nicht viel, außer dass ich meinen 26. Geburtstag analog festhielt

August
Der August begann mit einem wunderschönen Urlaub im Burgenland, Wien und Bratislava – allerdings habe ich erst letzte Woche das entsprechende Fotobuch fertiggestellt. Kaum waren wir wieder zuhause, verknipste ich meinen zweiten Farbfilm in Innsbruck, und langsam aber sicher ging mir die Farbe auf die Nerven
Wir waren wieder auf den Bergen unterwegs, dieses Mal marschierten wir sechs Stunden lang über den Venet, einen der schönsten Aussichtsberge bei uns in der Gegend. Außerdem verkaufte ich mein Suppenhuhn und ersetzte es durch ein Tamron 28-75/2.8, welches ich gleich bei einem Tag im Hochseilgarten, einem Konzert der Polizeimusik Tirol und einem kleinen “Festival” bei uns in der Nähe (The Watercocks | NOTAUSGANG | NOOPINION) ausprobieren konnte… und für Konzerte ist es wirklich perfekt geeignet!
Am letzten Tag des Monats standen wir mitten in der Nacht auf, um den Sonnenaufgang auf über 2.000 m Seehöhe mitzuerleben – und es war einfach nur schön.

September
Tja, und dann kam der September. Ich würde sagen, das war der interessanteste und erfolgreichste Monat des Jahres. Angefangen hat alles damit, dass ich für die neue Webseite des Innsbrucker Möbelstudios Spechtenhauser dessen fünf Mitarbeiter portraitierte und zwei Wochen später auch die Möbel im Studio fotografieren konnte… beides waren Premieren für mich, die ich meiner Meinung nach ganz gut gemeistert habe
Weiters fand am 03.09. in vielen Städten in Deutschland, der Schweiz und Österreich ein Foto-Nightwalk statt, bei dem ich natürlich auch teilnahm. Womit ich allerdings nie und nimmer rechnete: Mit dem Foto unten gewann ich den Hauptpreis – es wurde aus über 1.500 eingereichten Bildern ausgesucht und verschaffte mir ein brandneues iPad

Oktober
Wieder fotografierte ich für den Fotocontest – die Themen waren diesesmal “Alptraum” und “Mehrfach blitzen”. Es war das erste Mal, dass ich mir Gedanken über Location, “Outfit” der “Models” usw. gemacht habe. Ergebnis war u.a. untenstehendes Foto, welches richtig gut abschnitt.
Außerdem habe ich Schafe fotografiert, mir ein Tele gekauft (Tamron 70-300 VC USD) und mein allererstes Tutorial geschrieben

November
Nach einigen Tests und “Ausflügen” mit dem 28-75/2.8, dem 70-300 sowie meinem 10-24 schrieb ich einen Artikel über das Tamron-Gespann, den auch die Social-Media-Abteilung von Tamron für beachtenswert hielt und auf allen Plattformen teilte. Die Besucherzahlen schossen in unglaubliche Höhen. Weiters machte ich meinen dritten und letzten Farbfilm voll und versuchte mich an meinem ersten Timelapse-Video… mir fehlt allerdings noch ein ordentliches Videobearbeitungstool.
Ende des Monats, es war bereits seit über vier Wochen durchgehend schönes Wetter, wanderten wir entlang des Piller Moors und machten schöne Wolkenfotos. Wenige Tage später machte ich mich alleine auf den Weg zum Faltegartenköpfl, das normalerweise zu dieser Jahreszeit tief verschneit ist.

Dezember
Die ersten vier Tage verbrachten wir in Berlin, anschließend fotografierte ich zu den Themen “Rauch” und “Lowkey-Portrait” für den Fotocontest. Eine Woche vor Weihnachten fand in Innsbruck wieder ein Photowalk statt, bei dem wir die weihnachtliche Stimmung festhielten.
Außerdem machte ich Fotos von Evas Cousine Julia als Weihnachtsgeschenk für ihren Freund – daher konnte ich sie hier noch nicht zeigen
Was die Ausrüstung betrifft, tat sich auch einiges: Ich verkaufte mein Tamron 28-75/2.8, mit dem ich im alltäglichen Einsatz nie so richtig warm wurde und holte mir ein Canon 15-85 als Immerdrauf und Investition in die Zukunft. Falls es irgendwann wieder lieferbar ist, hätte ich noch ein 35/2 im Auge – dann wäre der “Objektivpark” für mich komplett

Falls du es bis hierher geschafft hast, möchte ich mich ganz herzlich bei dir für die ganzen Besuche und Kommentare hier auf meinem Blog, den Likes und Retweets und natürlich für jedes einzelne “Real-Life-Feedback”, egal ob positiv oder negativ, zu meinen Bildern bedanken – ich hoffe, du bleibst mir auch 2012 treu
Achja, Martin von visuellegedanken.de hat, wie in den letzten beiden Jahren auch, dazu aufgerufen, unser bestes Foto des Jahres zu küren… ich denke, mein Favorit ist der Sonnenaufgang vom August. Welches dieser 12 Bilder gefällt dir am Besten?
Kai
Uii…hier gibt´s viel zum Stöbern! Ich muss gestehen, dass ich Deinen Blog bisher gar nicht kannte. Das ändert sich ab sofort
. Besonders die Landschaftsfotos sind klasse, auch wenn ich HDR eher skeptisch gegenüber stehe. Vielleicht liegt die Kunst aber auch einfach nur darin, sie nicht offensichtlich nach HDR´s aussehen zu lassen.(?)Sofern ich das beurteilen kann, bekommst Du das super hin! Wie das Alptraum – Foto entstanden ist, würde mich auch interessieren. Is´schön hier! Gruß aus (fast) Norddeutschland
Markus Rimml
Hallo Kai, aus unerfindlichen Grünen kam dein Kommentar nicht durch den Spamfilter… jetzt ist aber alles OK
Als Alternative zu HDR könnte ich natürlich auch mit Filtern arbeiten, oder zB zwei Belichtungen in Photoshop überblenden… naja, ich komm mit der HDR-Technik bisher ganz gut zurecht, ich mag Landschaftsfotos sowieso eher knallig.
PS.: Ein Alptraum-Foto-Turtorial steht ganz oben auf meiner ToDo-Liste für’s neue Jahr
Anik
Das Alptraum Bild ist ja genial!
Wünsch dir einen guten Rutsch
lg
Sebastian Lock
Heyhey, war ja ganz schön was los bei dir! Ich bin auch weiterhin an Board
Ronny
Na, in deinem 2011er Jahr hast du aber auch so einiges erlebt….!
Steven
Hi Markus,
über Twitter erfuhr ich von deiner Page und diesem wunderbarem Jahresrückblick. Es ist schön zu lesen und zu sehen wie du dich dieses Jahr weiterentwickelt hast. Mir gefallen deine bildenderen sehr. In Sachen Bearbeitung kann ich sicherlich noch einiges von dir lernen. Ich komme wieder.
Beste Grüße
Steven
Markus Rimml
Hallo Steven – das Lob kann ich nur zurückgeben, du hast schon einige richtig schöne Portraits gemacht… schön, dass das nicht dein letzter Besuch bei mir war
Heike
Lieber Markus,
Ich lese gerne Jahresrueckblicke und so freute ich mich als ich deinen sah. Ich habe vieles ueber dich erfahren und einige deiner Fotos gesehen. Oder Schön zusammengefasst Links bekommen. Das Lichtmalerei Foto ist Super! Genauso wie das Alptraum Bild. Das ist echt gespenstisch. kannst du darüber noch ein wenig mehr erzählen? Wie du das gemacht hast? Oder Les ich das per link? Das Schau ich jetzt mal…
Liebe Grüße, Heike
Markus Rimml
Oh, vielen Dank Heike! Ich könnte eigentlich mal wieder ein kleines Tutorial machen, indem ich zeige, wie das Alptraum-Foto entstand (u.a. Levitation) – oder?